Die Vorfreude auf die Weihnachtszeit ist groß: das Fest der Liebe kommt bald wieder und ich feiere mit meinen Liebsten am Heiligen Abend. Bei uns ist es Tradition, gebratenen Karpfen mit Sauerkraut und Kartoffeln zu essen. Davor gibt es Barszcz, eine feine Suppe aus roter Beete. Nach dem Essen findet die Bescherung statt – die Geschenke sind unter dem Tannenbaum aufgebaut und jedes Jahr sind sie unzählig. Beim Auspacken wird viel gelacht, denn wir lassen uns immer etwas Besonderes einfallen. Schließlich sagt zum Beispiel meine Mutter, sie hätte bereits alles und brauche nichts. Und trotzdem finden wir Kinder etwas, über das sie sich freuen kann. Dieses Jahr waren es italienische Nudeln mit ganz exotischen Zutaten wie Thymian oder Hollunder, getrocknete Steinpilze und ein Adventskalender mit Bayernlosen. Leider war unter den Losen kein Hauptgewinn, aber kleine Summen und die zweite Chance.
Wir sind mit dem Geschenkeauspacken mehr als eine Stunde beschäftigt. In dieser Zeit ist im Magen Platz entstanden für die Nachspeise: unsere sagenhaften makowki. Das ist eine Mohnspeise mit Rosinen und Nüssen, sie schmeckt hervorragend. Die ganze Familie ist am Tisch versammelt und erzählt von Neuigkeiten oder schwelgt in Erinnerungen. So klingt der Abend harmonisch aus.
Den ersten Feiertag verbringt jeder zu Hause. Bei mir wird dieses Jahr eine schmatzige mit Körnern gefütterte Bauernente auf den Tisch kommen. Der Duft erfüllt schon die ganze Wohnung – ein Genuß. Und am zweiten Feiertag treffen sich alle wieder beim Oberhaupt der Familie, bei unserer Mutter. Es gibt wieder feines Essen: einen Gänsebraten und Gulasch zur Auswahl.
Natürlich müssen wir zwischen den Mahlzeiten uns ein wenig die Füsse vertreten und wir machen in unserer Umgebung schöne Spaziergänge. So vergeht die Weihnachtszeit wie im Fluge im Kreise der Familie.